Willkommen, Gast. Anmelden oder Registrieren

1 Antworten

Was muss ich beim Kauf von Motorrad-Bekleidung beachten?

Gefragt von: 3822 Aufrufe ,
Motorrad

Wer Motorrad fährt, genießt ein besonderes Fahrgefühl und nicht zuletzt eine gewisse Freiheit. Da jedoch der eigene Körper der Fahrphysik ungeschützt ausgesetzt ist und – im Gegensatz zum Auto – eine Knautschzone fehlt, kommt der Wahl der richtigen Motorradbekleidung eine große Bedeutung zu.

1 Antworten



  1. Kenneth F. on Mrz 21, 2011

    An erster Stelle steht der Helm, der den wichtigsten Teil des Körpers zu schützen hat: den Kopf. Nicht umsonst besteht in Deutschland und vielen anderen Ländern Helmpflicht, denn Motorradunfälle ohne Helm führten früher meist zu tödlichen Kopfverletzungen. Es gibt mehrere unterschiedliche Helmvarianten: mit und ohne Kinnschutz, halboffen, mit und ohne Visier. Der so genannte Integralhelm ist allen anderen Modellen vorzuziehen, da er mit Kinnstück und Visier ausgestattet ist und den Kopf rundum schützt. Bei seiner Herstellung müssen strenge DIN-Normen erfüllt werden, ohne die er nicht verkauft werden darf. Beim Helmkauf sollte man sich ausreichend Zeit nehmen und verschiedene Modelle ausprobieren. Sie müssen perfekt zur Kopfform passen und sollten funktionale Verschlüsse haben, die sich mit einer Hand leicht bedienen lassen. Die Innenpolsterung darf nicht drücken, während das Visier so gearbeitet sein muss, dass es bei Regen nicht von innen beschlägt.
    Der Motorradanzug ist ebenfalls im wahrsten Sinne des Wortes eine Anschaffung fürs Leben und sollte, genau wie der Helmkauf, mit Beratung und Anproben geschehen. Die traditionelle Lederkombination wird allmählich durch moderne Textilkombis abgelöst. Lederkombis halten Wind und Regen häufig nicht auf Dauer stand, während Textilkombis Kälte und Wasser auch langfristig abhalten. Dennoch sind sie atmungsaktiv und an warmen Tagen besser zu tragen als Leder.
    Textilkombis bieten meist auch den Vorteil, dass sie beweglicher und angenehmer zu tragen sind. In den letzten Jahrzehnten wurden außerdem auf dem Gebiet der Sturzdämpfung große Fortschritte gemacht. Es existieren nun innovative Protektoren, die eigentlich weich sind und sich erst bei einem Sturz schlagartig verhärten. Dadurch nehmen sie die Sturzenergie optimal auf. An den typischen Problemzonen wie Gelenken, Rücken und Schienbeinen sind Protektoren ohnehin vorgeschrieben, aber man sollte nach Kombis, fragen, die auch über Schutzpolster an Brust und Schlüsselbein verfügen.
    Bei Schuhen und Handschuhen stellt sich ebenfalls die Frage nach Leder oder Textil und aus oben genannten Gründen ist Letzteres die bessere Wahl. Es gibt jedoch einige Modelle aus Leder, in die spezielle Klimamembranen eingearbeitet sind, die Regen und Wind relativ gut standhalten. In diesem Fall wird die Kaufentscheidung dann eher aus Gründen des persönlichen Geschmacks getroffen.
    Für jeden Kauf gilt: eine professionelle Beratung ist unerlässlich und der Preis darf nicht die Hauptrolle spielen.

    0 Stimme Daumen hoch 1 Votes Daumen runter 1 Votes