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Was ist Heuschnupfen?

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Krankheiten

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  1. lara18 on Feb 28, 2011

    Mittlerweile leiden in Deutschland schätzungsweise etwa 13 Millionen Menschen an Heuschnupfen. Der Heuschnupfen, auch Pollinosis, Pollenrhinopathatie oder saisonale allergische Rhinitis genannt, beruht in erster Linie auf einer Überempfindlichkeit gegen Eiweiße in gewissen Pollen. Dies entsteht indem der Körper harmlose Substanzen als gefährlich einstuft und Abwehrstoffe bildet. Kommt es nunmehr zu erneutem Kontakt zu diesen, reagiert der Körper indem er Botenstoffe aussendet, die die Allergene bekämpfen. Häufig kommt es zu einer sogenannten Kreuzallergie gegen andere Substanzen z.B. in Nahrungsmitteln. Mitunter verstärken sich die Symptome im Laufe der Zeit. Zudem kann es zu einem Etagenwechsel kommen. Dies hat zur Folge, dass die Erkrankung auf die Lunge übergreift und somit ein allergisches Asthma auslöst. Bereits bei ersten Anzeichen wie Niesattacken (unter anderem mit starker wässriger Sektion), verstopfter Nase, Bindehautentzündung, Juckenden, tränenden und geröteten Augen sowie Juckreiz der Schleimhaut in Mund, Nase und Rachen sollte ein Arzt konsultiert werden. Ein Allergietest gibt Aufschluss ob, und gegen welche Substanzen, eine Allergie besteht. Heuschnupfen entwickelt sich häufig bereits im Kindesalter und ist vererbbar. Die Therapie richtet sich nach Stärke der Symptome und ihrer Ausprägung. Bei leichten Beschwerden kann durch die Anwendung von Mastzellenstabilisatoren Linderung erreicht werden. Diese sollten bereits zwei bis drei Wochen vor der Pollensaison eingenommen werden. Empfehlenswert ist zudem die Verwendung von Nasensprays und/ oder Augentropfen. Abschwellende Nasensprays jedoch sollten mit großer Vorsicht angewendet werden. Sie trocknen die Nasenschleimhaut zu sehr aus und führen bei übermäßiger Anwendung zu einer Entzündung und können die Allergie verschlimmern. Geeigneter sind einer Salzlösung und Nasenduschen. Bei akuten Beschwerden wird häufig eine Kombination von Antihistaminika und Kortison angewendet. Weitere Therapiemöglichkeiten bestehen in Immuntherapien zur Hyposensibilisierung gegen die Allergene. Diese kann mittels Medikamenten oder Injektionen erfolgen. Bei der spezifischen Immuntherapie werden die allergieauslösenden Stoffe in verdünnter Lösung injiziert. Der Körper muss nun selbständig Antikörper bilden. Langfristig konnten durch die ganzjährige Injektionstherapie, Erfolge verzeichnet werden. Hierbei werden in regelmäßigen Abständen über drei bis fünf Jahre dem Körper abgeschwächte Allergene injiziert. Mit der Zeit lernt er diese nicht mehr als Bedrohung wahrzunehmen. Desweiteren kann die Hyposensiblisierung durch Tabletten oder mittels Tropfen erfolgen. Die Sublinguale Immuntherapie eignet sich besonders für Kinder und empfindliche Personen. Heuschnupfengeplagten ist ein Pollenkalender zu empfehlen.

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