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2 Antworten

Wie funktionieren Augenlaser-Behandlungen?

Gefragt von: 1072 Aufrufe
Gesundheit

Hallo,

mir steht eine Augenlaser-Behandlung bevor und habe etwas Angst!

Hat da jemand schon Erfahrung bzw. hatte jemand schon eine?

 

LG

2 Antworten



  1. EmmaR on Mrz 07, 2011

    Ihre ersten bemerkenswerten Erfolge hatte die Lasermedizin bei der Behandlung von Netzhautablösungen im Auge. Das Laserlicht – meist die grüne Wellenlange des Argonlasers bei 514,5 nm – wird durch die transparenten Bereiche des Auges auf den Augenhintergrund fokussiert. Dort führt die Absorption der Strahlung im Pigmentepithel und in der inneren Aderhaut zu einer lokalen Erwarmung und Koagulation des Gewebes. Auf diese Weise wird die Netzhaut „angepunktet“ und die Verbindung zur Aderhaut wiederhergestellt. Die Laserleistung von einigen 100 mW wird auf Fleckdurchmesser von 100–300 μm fokussiert und wirkt lediglich 0,1–0,3 s lang auf das Gewebe ein. Die erzeugten Narben sind so klein, dass die Funktion der Netzhaut nicht beeinträchtigt wird. Diese Behandlung, die heute routinemäßig durchgeführt wird, bedeutet einen enormen Fortschritt im Vergleich zu den früheren komplizierten Operationen am Auge. In den letzten Jahren hat darüber hinaus ein ganz neues Verfahren der Diagnostik am Augenhintergrund Bedeutung gewonnen – die optische Kohärenztomographie. Die damit mögliche dreidimensionale Abbildung der Netzhaut mit einer räumlichen Auflösung im μm-Bereich schafft beste Voraussetzungen für eine berührungslose Inspektion und die Untersuchung des Patienten ohne die psychische Belastung und Infektionsgefahr konventioneller Methoden.
    Im Augeninnern hat sich die Bestrahlung mit kontinuierlichem Laserlicht auch bei der Behandlung von krankhaften Veränderungen der Blutgefäße bewahrt, wie sie häufig als Folge einer Diabetes auftreten. Nach Operationen, bei denen eine durch Kataraktbildung getrübte Augenlinse durch eine künstliche Linse ersetzt wird, tritt oftmals eine Sehstörung durch eine getrübte Membran auf. Diese Membran lässt sich mit wenigen gezielten Laserimpulsen aufbrechen, so dass der Patienten kurzfristig das volle Sehvermögen wiedererlangt.

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  2. Gustav on Mrz 07, 2011

    Die größte Verbreitung in der Augenheilkunde hat in den letzten Jahren jedoch die Laseranwendung zur Korrektur von Sehfehlern im vorderen Augenabschnitt erfahren. Durch Ablation mit Excimerlaser-Impulsen können dünne Schichten von der Hornhaut des Auges abgetragen und auf diese Weise deren Brechkraft so verändert werden, dass Sehfehler wie Kurz- oder Weitsichtigkeit und Astigmatismus ausgeglichen werden. Excimerlaser, wie z. B. der ArF-Laser bei 193 nm, eignen sich dafür besonders gut, da ihre kurzen Impulse (15 ns) und die geringe Eindringtiefe der UV-Strahlung die besten Voraussetzungen für einen gezielten Abtrag bieten. Die Ablationsrate liegt typischerweise bei 1–2 μm pro Laserimpuls, so dass die abzutragenden Schichtdicken von mehreren 10 μm genau eingehalten werden können. Als besonders günstig hat sich das so genannte LASIK-Verfahren (Laser in situ Keratomileusis) herausgestellt. Hierbei wird zunächst ein dünnes Hornhautscheibchen, das Epithel, teilweise abgetrennt und wie ein Deckel nach oben geklappt. Dann wird die Hornhaut mit dem Laser auf den gewünschten Wert der Brechkraft „geschliffen“ und anschließend das Hornhautscheibchen wieder zurückgeklappt und angedruckt. Da bei diesem Verfahren das Epithel der Hornhaut kaum beschädigt wird, ist die Narbenbildung nach dem Eingriff wesentlich geringer als wenn die Laserstrahlung direkt auf die Hornhautoberfläche gerichtet wurde. Sowohl das Abtrennen des Epithels als auch das nachfolgende „Abschleifen“ der Hornhaut können heute computergesteuert durchgeführt werden, so dass eine laufende Kontrolle der Bearbeitungsschritte möglich ist.

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