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3 Antworten

Welche Organisationen können mir bei schwererziehbaren Kindern helfen?

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Familie

Hilfe im Umgang mit schwer erziehbaren Kindern und Jugendlichen zu finden, ist für viele überforderte Eltern eine zusätzliche Belastung.

3 Antworten



  1. Peter on Mrz 22, 2011

    Das Jugendamt kann hier nur eine erste Anlaufstelle sein und tritt daher auch oftmals eher beratend oder vermittelnd in Erscheinung. Außerdem sind die Ursachen für Störungen bei Kindern von Fall zu Fall sehr unterschiedlich und erlauben schon deswegen keine pauschalen Lösungen und Hilfen.

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  2. Patrick P. on Mrz 22, 2011

    Bevor aber nach beratenden bzw. unterstützenden Organisationen und Einrichtungen gesucht wird, muss unbedingt abgeklärt werden, ob es sich tatsächlich um eine Störung handelt oder ob (insbesondere junge) Eltern mit der Erziehung einfach nur überfordert sind. Hier können beispielsweise Lehrer oder die Eltern, also eine Einschätzung von außen, weiterhelfen. Bei einer medizinischen Ursache ist natürlich beim Hausarzt bzw. bei fachkundigen Experten Hilfe zu suchen. Eines der bekanntesten medizinischen Krankheitsbilder ist AHDS, das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Da die Grenzen zwischen dieser psychischen Störung und einfacher Aufgewecktheit fließend sind, sollte dies mit einfachen Tests abgeklärt werden. Helfen können dabei der Schulpsychologe oder aber eine regionale Selbsthilfegruppe. Dort bekommt man auch weiterführende Informationen und ggf. Adressen weiterer Hilfsorganisationen. Andere Möglichkeiten einer ambulanten Hilfe bieten ein Erziehungsbeistandschaft (sehr individuell) oder die Sozialpädagogische Familienhilfe. In dem Fall kann die Hilfe über den Kindergarten bzw. die Schule und dort tätige psychologisches Fachpersonal erfolgen.
    Falls eine teilstationäre Hilfestellung für sinnvoll erachtet wird, kann eine Tagesgruppe der richtige Ansatz sein. Dabei werden vor allem ein strukturierter Tagesablauf, gegenseitige Rücksichtnahme und soziale Kompetenz gefördert.

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  3. Klaus a.Karlsruhe on Mrz 22, 2011

    Bei anderen Störungen wie einer andauernden fehlerhaften Erziehung oder einem traumatischen Erlebnis kommt auch Hilfe außerhalb der Familie in Betracht. Dabei kann es sich um die Unterbringung in einem Heim in der Wohngegend handeln. Durch die Wohnortnähe bleiben ist die Umstellung nur minimal und die sozialen Kontakte bleiben erhalten. Denkbar ist auch die zeitweilige oder dauerhafte Unterbringung in einer Pflegefamilie oder bei Pflegeeltern. Bei besonders gravierenden Auffälligkeiten gibt es bei Jugendlichen als letzte Lösung auch die Möglichkeit einer intensiven sozialpädagogischen Einzelfallhilfe. Die Erzieher, Betreuer und Sozialarbeiter sind in der Regel hochqualifizierte Fachkräfte, die ihre Schützlinge auch psychologisch betreuen. Träger solcher ambulanter oder stationärer Einrichtungen sind meistens Wohlfahrtsorganisationen wie die Caritas, die AWO oder die Diakonie. Allerdings gibt es bundesweit auch zahlreiche Einrichtungen für schwer erziehbare Kinder, die sich hauptsächlich durch Spenden finanzieren. Meistens handelt es sich um wohltätige Vereine, erkennbar am „e.V.“ in der Bezeichnung.

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