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Was tun, wenn mein Kind auf die falsche Bahn gerät?

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Familie

Viele Eltern können sich nicht vorstellen, dass ihr Kind auf die falsche Bahn gerät. Sie sehen sich in geordneten Verhältnissen, kennen keine Beispiele aus der eigenen Verwandt- oder Bekanntschaft und trauen keinem ihrer Kinder eine derartige Entgleisung zu. Für sie spielt sich so etwas in Milieus ab, wo schon die Eltern ihren Kindern kein gutes Vorbild geben. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.

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  1. Mayly on Mrz 18, 2011

    Statistiken weisen eventuell sogar entsprechende Zusammenhänge nach. Jedoch steht ebenfalls fest, dass Kinder grundsätzlich aus jeder Gesellschaftsschicht auf die schiefe Bahn geraten können.

    Es genügt bereits regelmäßiger Umgang mit anderen Kindern, die fragwürdigen Aktivitäten nachgehen, die den Rahmen von Jugendstreichen deutlich übersteigen. Solche vermeintlichen Abenteuer faszinieren Kinder, erst recht wollen sie nicht als Feiglinge zurückstehen. Oft geht es auch um die Zugehörigkeit zu einer angesagten Clique, die Aufnahmerituale praktiziert, bei dem es um „Mutproben“ genannte Aktionen wie Ladendiebstahl oder das Zerkratzen von Autos geht.

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  2. Johann on Mrz 18, 2011

    Eltern sollten stets Interesse an ihren Kindern bekunden, ohne dabei aufdringlich zu sein. Wenn Eltern nicht wissen, wo oder mit wem sich ihre Kinder gewöhnlich aufhalten, sei es aus Alltagsüberforderung oder weil sie ihren Kindern falsch verstandene Freiheiten gewähren wollen, fühlen sich diese Kinder oft allein gelassen. Sie suchen sich ihre Bezugspersonen und Vorbilder dann woanders. Es ist wichtig, mit seinen Kindern im Dialog zu stehen, deren Freunde kennenzulernen und ihnen im wahrsten Sinne des Wortes die Tür zu öffnen. Offenheit zahlt sich hier unbedingt aus. Dies gilt aber ebenso für den Fall, wenn das eigene Kind tatsächlich unter schlechten Einfluss geraten ist. Einfach verbieten reicht nicht. Ein klärendes Gespräch, das das Kind gleichzeitig respektiert, ist dann unumgänglich. Dabei sollte Klartext über die Zukunft gesprochen werden, zum Beispiel, dass Jugendstrafen den Weg in den Wunschberuf verbauen können. Kinder müssen sich von ihren Eltern angenommen fühlen. Wichtig ist dabei übrigens auch das Setzen von Grenzen. So wissen Kinder trotz gelegentlichem Streit, dass sie ihren Eltern nicht egal sind. Dabei liebevolles und vertrauensvolles Miteinander hat sich als guter Schutz vor dem Abgleiten auf die schiefe Bahn erwiesen.

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  3. Vera B. on Mrz 18, 2011

    Ladendiebstähle haben unter den Kinder- und Jugendvergehen einen großen Anteil. Es können maskierte Hilferufe nach mehr Aufmerksamkeit sein. Die Ursache kann aber durchaus banaler sein: Das Taschengeld reicht einfach nicht. Entweder ist der Satz wirklich zu niedrig, was durch Umfragen bei anderen Eltern leicht zu klären ist. Oder das Kind weiß das Taschengeld nicht planvoll einzusetzen. Dann hilft neben Erklärungen zum Umgang mit Geld, dem Kind eine Weile aktiv beratend zur Seite zu stehen und ihm zu vermitteln, dass Geld nie für alles reicht, es eine Auswahl treffen muss, Geduld braucht und es absolut tabu ist, sich Dinge einfach so zu nehmen.

    Als positiv hat sich ferner die Mitgliedschaft in einem Sportverein erwiesen. Der sprichwörtliche Sportsgeist steht für Fairness auch im Alltag. Kinder und Jugendliche, die andere zu Fehlverhalten verführen, sind kaum im Vereinssport aktiv.

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