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Karriere und Familie, wie passt das zusammen?

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Familie

Ich bin 28 Jahre und möchte in absehbarer Zeit eine Familie gründen. Habe aber Angst, dass ich dadurch meine gute Position im Unternehmen, wo ich arbeite, langfristig verliere bzw. nicht mehr so gute Aufstiegschancen habe, wenn ich später nach der Elternzeit wieder anfangen möchte zu arbeiten. Hat jemand da Erfahrung – positiv wie negativ?

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  1. Henriette v. K. on Feb 19, 2011

    Karriere und Mutter sein – das geht durchaus. Vielleicht haben Sie ja eine erfolgreiche Berufsausbildung und ein Studium absolviert und dann schon einige Jahre in Ihre Karriere investiert. Sie fragen sich, wie Sie Karriere und Muttersein verbinden können? Nun, dafür benötigen Sie natürlich ein passendes Umfeld. Dies fängt zum Beispiel bei einer mütterfreundlichen Arbeitsumgebung an. Wird in Ihrem Unternehmen Teilzeitarbeit gefördert, so sollten Sie diese so zeitig wie möglich nach der Geburt aufnehmen. Bis acht Wochen nach der Geburt besteht Arbeitsverbot, danach können Sie zum Beispiel stundenweise in Ihren Job wieder einsteigen. Natürlich benötigen Sie dann eine passende familiäre Umgebung, die in der Zeit, wo Sie ihrem Beruf nachgehen, auf das Baby aufpasst und es umsorgt. Wenn Sie stillen möchten, so können Sie die Milch abpumpen oder aber Ihr Baby direkt zu Ihnen an den Arbeitsplatz bringen lassen. Sie haben das Recht auf zwei längere Stillpausen während Ihrer Arbeitszeit. Der Arbeitgeber muss Ihnen dafür ein ruhig gelegenes Zimmer zur Verfügung stellen.

    Wenn Sie Angst haben, dass Ihre Familie nicht mitzieht und möchte, dass Sie ganz zu Hause bleiben, so sprechen Sie Ihren durchaus hohen Verdienst an, der im Familienbudget fehlen würde. Sie bekommen während der Elternzeit 65 Prozent Ihres durchschnittlichen monatlichen Nettogehaltes als Elterngeld, im Höchstfall aber 1.800 Euro pro Monat. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind vielleicht von einem Au-pair Mädchen betreut wird oder einen Platz in einer Kindertagesstätte bekommt, falls für die Betreuung keine Großeltern zur Verfügung stehen. Vielleicht kann es ja auch Ihr Partner ermöglichen, in Elternzeit zu gehen. Dafür sind ja auch die zwei Vätermonate vorgesehen, die den Vätern ermöglichen sollen, viel Zeit mit ihrem Neugeborenen zu verbringen. Auch die Väter erhalten bis zu 1.800 Euro Elterngeld. Sie können sich mit Ihrem Partner auch die Elternzeit teilen, das heißt, jeder Partner nimmt zum Beispiel sechs Monate Elternzeit. In dieser Zeit können Sie – wenn Ihr Baby schläft, was es gerade in den ersten Monaten tagsüber sehr häufig macht – von zu Hause aus Arbeiten für Ihren Arbeitgeber verrichten. Generell dürfen Sie und Ihr Partner – je nachdem, wer gerade in Elternzeit ist – bis zu 30 Wochenstunden arbeiten. Das Gehalt wird dann aber vom Elterngeld abgezogen beziehungsweise Sie erhalten dann für diesen Zeitraum, wenn Ihr Gehalt den Höchstsatz überschreitet, kein Elterngeld.

    Lassen Sie sich während Ihres Mutterschutzes und der daran anschließenden Elternzeit von Ihren Kolleginnen und Kollegen immer wieder auf dem aktuellsten Stand halten. Sie können auch öfter mit Ihrem Baby in der Firma vorbeischauen und sich über Neuerungen informieren. Außerdem sollten Sie sich über verschiedene Angebote im Internet weiterbilden, vielleicht ein Fernstudium absolvieren oder Weiterbildungskurse besuchen, die Sie für den späteren Wiedereinstieg in Ihren Beruf benötigen. Vielleicht können Sie sich auch jetzt schon im Vorfeld dafür einsetzen, dass Ihr Arbeitgeber familienfreundliche flexible Arbeitszeiten einführt, die dann auch Ihnen zugutekommen. Anhand verschiedener bekannter Persönlichkeiten wie zum Beispiel Ursula von der Leyen (Arbeitsministerin), Kristina Schröder (Familienministerin) und Sylvana Koch-Mehrin (Europabgeordnete) sehen Sie, dass es durchaus möglich ist, Karriere und Mutterschaft miteinander zu verbinden – wenn denn die eigene Familie und das soziale Umfeld mitspielen. Reden Sie also mit Ihrem Partner und Ihren Eltern über Ihre beruflichen Pläne, die Sie auch mit Kind verwirklichen wollen.

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  2. on Mrz 01, 2011

    Hallo, bin da super negativ reingefallen. Da will der Staat den Nachwuchs fördern, man setzt also Kinder in die Welt, aber dann wieder in den Job reinzukommen, kannst Du vergessen. Habs auch versucht und bin kläglich gescheitert. Du kriegst dann nochmal deine 3 Monate Gehalt beim Wiedereinstieg, dass war es dann aber auch schon, denn du erhälst gleich am ersten Tag die Kündigung. Ich finde das echt fies. Was soll man da als Mutter noch machen. Echt frustierend.

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